Hundesamenbank
Dr. med. vet. Carola Möhrke
Dorneystr. 65
44149 Dortmund-Kley
Tel.: 0231 / 6 58 23
Fax: 0231 / 6 58 24

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Besamungen
Besamungen

Die Samengewinnung erfolgt möglichst mithilfe einer läufigen Hündin. Der Rüde wird animiert und der Samen manuell gewonnen. Anschließend wird dieser in seine Fraktionen unterteilt. Ein Ejakulat besteht aus dem Vorsekret, der spermienreichen Phase und dem Prostatasekret. Für die Besamung wird nur die spermienreiche Phase verwendet.

Bild: Samengewinnung beim Hund Bild: Samengewinnung beim Hund

Es gibt zwei Arten von Besamung:

  1. Vaginale Besamung
  2. Intrauterine Besamung

1. Die vaginale Besamung

Bild: Rinderpipette

Bei der vaginalen Besamung wird der Samen genau wie beim natürlichen Deckakt in der Scheide (Vagina) abgesetzt.
Von dort aus gelangen die Spermien innerhalb kürzester Zeit (ca. 20 min) durch den Muttermund (Cervix) in die Gebärmutter (Uterus) und dann in die Eileiter (Salpinx). Dort bleiben sie bis zur Befruchtung. Diese Besamung wird mit Hilfe einer Besamungspipette aus der Rinderpraxis vorgenommen.
Die Pipette wird möglichst weit nach vorne in die Scheide (Vagina) eingeführt. Das Hinterteil der Hündin wird etwas angehoben und der Samen vor dem Muttermund durch die Pipette abgesetzt.
Um ein Rückwärtsfließen der Spermien zu verhindern wird die Hinterhand der Hündin einige Minuten erhöht gehalten.

Bild: vaginale Besamung eines Hundes

Diese Besamung sollte nur bei einer Frischsamenübertragung durchgeführt werden, da die Spermien selber ihren Weg durch den Muttermund (Cervix) finden müssen. Dieser ist hierbei die größte Hürde.


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2. Die intrauterine Besamung

Die intrauterinen Besamungen werden bei gekühltem Samen und Tiefgefriersamen angewandt.

Von besonderer Bedeutung ist sie für den Tiefgefriersamen, da die Spermien nach dem Auftauen nur 24 Stunden haltbar sind und der Muttermund (Cervix) ein zu großes Hindernis für die Spermien darstellt.

Es gibt drei verschiedene Arten der intrauterinen Besamung.

Der Norwegische Katheter

Bild: Norwegischer Katheter

Die Katheter, die in Norwegen für die Nerzfarmen entwickelt wurden, eignen sich hervorragend für die intrauterine Besamung beim Hund.
Zuerst wird die Kunststoffhülle in die Scheide (Vagina) der Hündin bis zum Muttermund (Cervix) eingeführt. Danach wird der Muttermund von der Bauchwand aus mit einer Hand aus ertastet und vor die Kunststoffhülle gelegt, während die andere Hand den Metallkatheter zum Muttermund und durch diesen hindurch führt. Dann wird die Besamungsdosis durch den Metallkatheter in die Gebärmutter (Uterus) gebracht.

Bild: Besamung eines Hundes mit dem Norwegischer Katheter

Diese Technik benötigt sehr viel Erfahrung und wird nur von sehr wenigen Tierärzten durchgeführt. Sie wird auch heute noch in erster Linie in Skandinavien angewandt.

Bei großen und schweren Rassen ist aufgrund des Bauchumfanges diese Technik teilweise sehr schwierig, da der Muttermund (Cervix) kaum zu ertasten ist.

Die Hündinnen akzeptieren - wie beim Deckakt von der Natur vorgesehen - die Besamung in der Regel ohne größere Abwehrbewegungen und brauchen weder Sedation noch Narkose.

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Endoskopische Besamung

Bild: endoskopische Besamung beim Hund

Die endoskopische Besamung hat in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen. Auch bei dieser Methode wird bei der Hündin weder eine Sedation noch eine Narkose benötigt. Ein starres Endoskop wird in die Scheide der Hündin eingeführt und zum Muttermund (Cervix) vorgeschoben. Danach wird ein Katheter durch den Arbeitskanal des Endoskops zum Muttermund vorgeschoben und unter Sichtkontrolle versucht, diesen zu passieren. Im Gegensatz zum norwegischen Katheter geschieht die endoskopische Besamung unter visueller Kontrolle.

Nach Passage des Muttermundes wird die Besamungsdosis durch den Katheter in der Gebärmutter abgesetzt.

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Die chirurgische Besamung

Bild: Pipettendosis Samen

Die chirurgische Besamung ist in den USA eine gängige Methode, wird hier in Europa aber von den meisten Besitzern abgelehnt.
Für die Besamung wird die Hündin einer Kurznarkose unterzogen und ein kleiner Bauchschnitt durchgeführt. Die Gebärmutter wird hervorgelagert und die Besamungsdosis wird in ein Gebärmutterhorn injiziert. Vorteile dieser Methode sind die größte Sicherheit bei der intrauterinen Samendeponierung und das Einsparen von Samenzellen, da nur eine einzige Besamungsdosis benötigt wird.

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